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Gnadenlos - Endstation!

 “Die Größe einer Nation und ihren moralischen Fortschritt kann man daran ermessen, wie sie ihre Tiere behandelt. Ich behaupte: Je wehrloser eine Kreatur ist, desto mehr Recht hat sie darauf, dass der Mensch sie vor der Grausamkeit des Menschen schützt.”  Mahatma Ghandi

 

Immer mehr Hunde und Katzen werden auf Mallorca getötet / 3263 Opfer im Vorjahr

 Einmal im Jahr ist Mallorca sehr tierlieb. Dann ist der Feiertag des Tierpatrons San Antoni. In einer pittoresken Zeremonie strömen da die Tierhalter in die Dörfer, um ihre Schützlinge segnen zu lassen. Allerdings ist dies für viele Kreaturen der letzte Segen. Denn alle zwei Stunden wird auf Mallorca ein Haustier ausgesetzt; alle zweieinhalb Stunden wandern ein Hund oder eine Katze nach tödlicher Injektion durch den Schlot der Müllverbrennungsanlage Son Reus.

Auch das noch junge Jahr beginnt einmal mehr mit traurigen Zahlen: So ließ das Rathaus Palma im vergangenen Jahr 3263 Hunde und Katzen töten und verbrennen. Das sind sieben Prozent mehr, als im Vorjahr. Noch schlimmer schaut es in Palma bei den ausgesetzten Tieren aus: 20 Prozent mehr herrenlose Hunde und Katzen als im Vorjahr wurden von den Straßen der Inselhauptstadt gefangen oder direkt in der Tötung bei Son Reus abgegeben. Und das trotz wiederholter großflächiger Aufklärungskampagnen.

Nur eines von fünf Opfern gerettet
Unter den verbrannten Vierbeinern befinden sich viele, die - ach wie süß - spontan aus den stickigen Glasboxen der Supermärkte als Spielzeug für die Kleinen gekauft wurden. Wenn der Hund dann erwachsen wird und stört, wird er ins Asyl gegeben, wo er meist nach 21 Tagen getötet wird, wenn sich nicht ein barmherziger Pate findet. Die Tageszeitung “El Mundo” formulierte es im Januar ohne Umschweife: “Die Zahl (der Tötungen, die Red.) wächst jedes Jahr und das zeigt, dass die Verantwortungslosigkeit in der Haustierhaltung bei großen Teilen der Balearenbevölkerung die Regel ist.” Dabei liegt die Zahl der ausgesetzten Tiere noch weit höher, als die der Getöteten: Im Jahr 2004 wurden in Palma 4.755 Haustiere verlassen; im Jahr 2003 waren es noch 4.105. Von den Hunden oder Katzen, die am Ende in der Tötung landen, überleben die wenigsten: Nur eines von fünf Opfern wird im Schnitt gerettet. Engagierte Bürger und Tierschutzorganisationen (siehe auch nebenstehnde Adressen) beklagen es seit Jahren und raten immer wieder zur Adoption. Deutsche Residenten und Bürger gehören auf diesem Feld zu den engagiertesten Tierfreunden. So wurden im vergangenen Jahr allein im Tierasyl von Pollenca 116 Hunde und 55 Katzen von deutschen Paten gerettet; die TUI hatte sich mit engagiert und das Asyl sogar in die Touristik-Route aufgenommen.

Doch bei den Balearenbewohnern scheint das Leiden der Tiere wenig Echo hervorzurufen: Die Zahl der Adoptionen sank in Palma von 1200 im Jahre 2003 auf 1042 im Vorjahr. Derweil wird weiter ausgesetzt, da nutzt es nichts, dass es jetzt verboten ist, Tiere in den Schaufenstern der Supermärkte feilzubieten oder dass das Aussetzen eines Hundes mit 600 Euro Strafe geahndet werden kann. Marina Sans, Gesundheits-Beauftragte des Rathauses Palma,  hat wenig Hoffnung auf Besserung: “Mit neuen Vorschriften werden wir diesen höchsten Akt der Verantwortungslosigkeit nicht beenden.”

Die Skepsis ist verständlich, denn obwohl es vorgeschrieben ist, lassen die Palmesanos ihre Haustiere nicht mal registrieren: Gerade einer von drei Hunden in Palma besitzt den vorgeschriebenen Chip zur Identifizierung des Tieres. “Das einzige was wir tun können, ist weiter aufklären”, seufzt Frau Sans von der Stadt Palma.

Amelie Roers 

Tod nach Vorschrift

(ar) Streunende Haustiere werden auf Mallorca nach Vorschrift getötet und zwar nach den Artikeln 29 - 35 der Ley de Protección de animales. Da heißt es lapidar: “Sobald die gesetzliche Frist verstrichen ist, können die Tiere getötet oder abgegeben werden.” Die gesetzliche Frist, das sind 15 Tage ab dem Zeitpunkt der Aufnahme ins Tierasyl. Dann gibt es nochmal eine Sechs-Tage-Frist, in der das Tier von der Gemeinde  im Amtsblatt der Balearenregierung angezeigt werden muss. Von diesem Moment an können die Tiere eingeschläfert werden, wenn sich kein neuer Besitzer findet. Sogar der Halter selbst kann seinen Hund oder Katze bei der Gemeinde zur Tötung abgeben (Artikel 34).

 Kommentar

Ein Gipfel an Verantwortungslosigkeit

Tausende von Menschen nehmen es auf den Balearen  indifferent hin, dass “ihre” Haustiere zu Tode gespritzt und “müllverbrannt” werden. Die Tendenz ist mit 7 % steigend. Heimische Behördenvertreter bezeichnen das als Gipfel der Verantwortungslosigkeit. Deutscherseits haben wir indes wenig Grund zur Hochmut gegenüber Mallorquinern: 225.000 Haustiere fristen auch in Deutschland ihr Dasein in Tierasylen. Dennoch, es ist beklemmend, zu sehen, wie gnadenlos gerade auf Mallorca Fundtiere nach kurzer Frist zur Tötung freigegeben werden. Und immer wieder geht es um Geld: Geld, dass gewissenlose Verramscher an der “Ware Tier” verdienen, Geld das Gemeinden fehlt, um dem tierischen “Warenüberschuss” ein würdiges Leben zu bieten. Eine Todesspritze ist da die billige Antwort. Dagegen  setzen Tierfreunde Adoptionen, Sterilisierung streunender Tiere und  Patenprogramme. Ein “Bravo” gilt diesen Menschen, denn ohne ihr selbstloses Engagement sähe es noch schlimmer aus. Wir würden uns für die Zukunft einen Mallorca-Kongress aller Tierschützer wünschen, egal ob deutscher oder mallorquinischer Provenienz. Dabei sollte der gewissenlose Umgang mit Tieren, seien nun Behörden, Tierverkäufer oder Privatleute die Täter, geächtet werden. Und alle Tierschützer sollten ihre Ressourcen und Druckmittel unter einem Dach vereinigen, um eine noch stärkere Allianz gegen das unsägliche Treiben zu bilden.

Amelie Roers 
Tiere Retten

“Son Reus” bekommt Adoptions-Webseite

(ar) Wer ein Tier vor dem Tod retten möchte, kann ab März anhand  einer neuen Webseite des Ayuntamiento de Palma Hunde oder Katzen direkt aus dem Asyl “Son Reus” adoptieren. Damit reagierte die Stadt Ende Februar auf den starken Anstieg der Tötungen ausgesetzter Tiere  im vergangenen Jahr.

 

Tierschutzvereine

Animals for People Spanien,  Animales para Personas, Nathalie Korcz, Postanschrift: Ronda de Migjorn 145 A, 07620 Llucmajor, Tel. 971 65 04 76, Fax 971 65 02 95 Mobil 0034 600 49 41 43, Mail: info@animals-for-people.com, internet: www.animals-for-people.comTierhilfe Mallorca e.V. Fundación Arche
Noah, 07150 Andratx / Son Curt, Calle Pedro Seriol, No. 20, Telefon und Fax 971 23 54 77, Notruf: 659 56 90 77, internet: www.tierhilfe-mallorca.deNotaufnahmeasyl Foundation Eurodog , Catalina Pont Roig, Son Cario, Tel. Fax: 971 79 10 61, www.mallorcahunde.de  AJUCAN, Mallorca Hundehilfe e.V., Nadin Uhlig, Ursula Mesquida, Guillem Mesquida, Tel: 971 83 82 74, Fax:  971 56 98 64, Mail: kontakt@mallorca-hundehilfe.de,

internet: www.mallorca-hundehilfe.de
(Die Liste ist unvollständig. Weitere Initiativen sind uns selbstverständlich immer einen Bericht wert! die Red.)

 Bitte helfen Sie mit, bekannt zu machen:

was Urlauber, Residenten und alle Mallorcafans wisssen sollten:

Als "tierlieb" gilt hier irrtümlich immernoch , Hunde zu vermehren um sie zu verschenken.

Damit machen gewissenlose Massenhundezüchter und Händler gute Geschäfte.

Hunde sind aber keine Spielzeuge die man aus Laune anschafft und wieder wegwirft.

 Es fehlt an Kenntnis, an Aufklärung ,Einsicht und am gutem Willen seitens der Bevölkerung.

 Wegen massenhafter gewerblicher sowie unkontrollierter privater Hundezucht gibt es zu viele überzählige Hunde auf Mallorca.

Deshalb landen jährlich tausende junge schöne und liebe Tiere ,auch teuer gekaufte Rassehunde, in den Tierasylen oder werden ausgesetzt. So  als wären sie Müll den man einfach wegwirft.

Die örtlichen "Perreras" = Auffangstationen sind für die unschuldig in Not geratenen Hunde trostlose Gefängnisse mit Todesstrafe. Auf nacktem Beton mit anderen Hunden zusammengepfercht, hungernd,nass und frierend, ohne Zuwendung, mit oft mörderischen Beissereien, werden sie getötet nach zwei  qualvollen Wochen.

 Allein in Palma (Son Reus) tausende Hunde und jedes Jahr mehr.

Von den Gemeinden und privat getöteten Hunden ist eine Dunkelziffer anzunehmen von ausserdem mindestens 5000 Hunden pro Jahr.

Einige wenige Tierschützer bemühen sich hier auf Mallorca um Sterilisation und die Rettung wenigstens einiger dieser hilflosen Tiere. Aber es gelingt nur, wenn nicht weiterhin planlos nachgezüchtet wird.

 Besonders wird von etlichen scrupellosen kommerziellen Massenhundezüchtern unter brutalsten Bedingungen gezüchtet und aus reiner Gewinnsucht werden Welpen überall massenhaft tierquälerisch in kleinen Glaskästen angeboten zum Verkauf.

Solange aus Profitgier von gewissenlosen Händlern die Massenzucht und der Hundeverkauf in Futterläden und Supermärkten und auf Dorfmärkten stattfinden darf, werden immer mehr bedauernswerte Tiere nach kurzer Zeit als Wegwerfware enden.

Zum Entsetzen der Touristen und Residenten  liegen die kleinen Tierleichen an Landstrassen oder als überfahrene Fellflecken plattgefahren auf den Fahrbahnen.

Deshalb möchten wir alle Besucher und Bewohner Mallorcas zur Mithilfe anregen, gegen die Massenzucht und den Verkauf unter tierquälerischen Bedingungen anzugehen .

Bitte besuchen Sie die grossen gewerblichen Massen-Hunde-Züchter und Verkaufsläden sowie Supermärkte, und protestieren Sie gegen gegen die Massenzucht und die tierquälerische Haltung.

Nur durch die öffentliche Meinung ist eine Besserung für die Tiere zu erzielen.

Massenhundezüchter und Hundehändler sind unter anderem:

 1.CANIPLANT  Inh.Luis Campins spricht gut englisch, hat etliche Verkaufsläden mit kl.Glaskästen für Hunde in Palma: Paseo Mallorca 20 Tel.0034 971 432500 und 717959, sowie Palma 07009 Gran Via Asima 14 dort auch Büro (Industriegebiet Str.Richtg.Soller)Tel.0034 971 758787 und 758282 und die allerkleinsten Glaskästen im Laden beim Markt "Pedro Garau" Palma, in einer Seitenstrasse. Er Züchtet alle Rassen in grossen Mengen und wurde wegen der tierqäulerischen Haltung schon angezeigt, macht aber weiter am andern Ort. Importiert auch aus anderen Ländern und Zwergrassen aus USA wo er "gelernt"hat.Verkauft in grossen Mengen Welpen und grössere Hunde.

 2.Los Valientes, sprechen Deutsch,hinter Arenal und Llucmayor Str.Santany Km 4,5 Weg gegenüber Restaurant Can Pelin, Tel.0034 971 662518  Viele Rassen, Massenzucht, kupieren selbst.

 3.Criadero la Belleza Canina an der Strasse Palma-Manacor Km11 Camino des Costes sin nombre Casablanca Tel.0034 65978494 und 656 409038

züchten 25 versch.Rassen , geben 15 Tage "Garantie".Erhielten Genehmigung für die Zuchtanlage für 100 Zuchtpaare , brutalste Bedingungen.

 

4.Siberian Huskies bei Palma Caretera Valdemosa nach dem Kreisverkehr "Emeya" nach1Km200 links abbiegen Cami des Moli den Terra 36 (Pferde) hat 60 Hunde.Tel.0034 608 631 768

Derzeit (Febr.2003) sitzen allein in den Auffangkäfigen der Gemeinde Inka 4 Huskys, in Calvia auch etliche, in San Llorenc 2, und wir haben 3 vermittelt. Alles junge Tiere mit Chip und oft mit Stammbaum.Gedankenlos angeschafft und weggeworfen.

 Von Son Reus und anderen Gemeinden ist die Zahl unbekannt. Huskys sind ein Riesengeschäft weil sie Mode sind. Nach kurzer Zeit mag man sich die Mühe nicht mehr machen und "entsorgt" sie.

  Darüberhinaus gibt es viele Einzelhandelsgeschäfte die Welpen zum Verkauf ausstellen. (Gelbe Seiten)Paginas amarillas  code 500 "animales de compania cria y residencias", für unermüdliche Tierschützer hier auf Mallorca eine nützliche Tätigkeit, diese auch anzusprechen.

 Wenn Sie diesen Tieren helfen möchten, schreiben Sie bitte

Leserbriefe , Fax und Emails an Presse und Fernsehen. Örtliche Presse in Deutscher Sprache ist.:

1.Mallorca Zeitung Tel.0034 971  170501 Fax 170510  Lesertelefon 170511

 e-mail:mallorcazeitung@epi.es und

weniger tierfreundlich:

2.Mallorca Magazin Calle San Felio 17 E 7012 Palma  oder Apartado de correos 304

Tel.0034 971  712504 Fax 714533

 

Sowie an die Inselregierung :Gobierno de la  Comunidad Autonoma de las Islas Baleares  E 07001 Palma de Mallorca  Caille Cardenal Pou 7 ( an Senora Donia Antonia Munar) Tel.00 34 971 176 565 An das Rathaus: Ayuntamiento de Palma Plaza Cort Tel. 0034 971 727 744 (www.a-palma.es)

An die Rathäuser sämtlicher Gemeinden, die meisten haben keine dem Gesetz entsprechenden

Aufbewahrungsmöglichkeiten sondern nur tierqälerische Käfige für Fundtiere.

Da wären Anzeigen "denuncio" angebracht wegen Verstoss gegen die geltenden Tierschutz-Vorschriften.Wer ist mutig und tut es noch- ????(ausser uns)

An das "Tierschutzcentrum Son Reus" Palma, was leider hauptsächlich Hunde tötet.

Telefonnummern dazu:

Centro Sanitari municipal. Son Reus :0034 971 438695

Ajuntamient de Palma. Negociat de Sanitat: 0034 971 727744

Conselleria de Medi Ambient:  0034 971 176800

Seprona: 0034 971 465112

Gob(Naturschutz) :0034 971 721105

Sociedad Protectora de Animales y Plantas: 0034 971 470060

An das Tourismusministerium: Ministerio del Tourismo Palma de Mallorca sowie an Presse und Fernsehen in Deutschland.

Folgendes wäre anzustreben:

Es müsste Hundesteuer erhoben werden. Für sterilisierte Hunde die Hälfte, für Rentner mit Minimalrente reduziert.Der vorgeschriebene Chip nützt nichts, Hunde werden trotzdem ausgesetzt.. Sterilisation von Hunden und Katzen förden mit Prapaganda  anstatt massenhafte Tötung durch Vergiftung. Strengste Kontrolle mit Bestrafung für das Aussetzen, Vermehren und die quälerische Haltung in Käfigen und an Ketten, für das Misshandeln und Töten von Tieren. 

Aufklärung der Bevölkerung sowie Kontrollen zwecks Einhaltung des Tierschutzgesetzes und eine würdigere Unterbringung und Behandlung der Tiere in den Perreras (Auffangkäfigen) der Gemeinden wäre aus Einnahmen der Hundesteuer durchführbar und finanzierbar. Dies kann nur von oben herunter geschehen seitens der Behörden. Die momentane Plakataktion "setzt sie nicht aus..." ist gut gemeint, beseitigt aber nicht die Ursachen der Misstände und Leiden .

 

Bitte an alle Tierfreunde und Tierschützer: tut gleich etwas - ruft an, mailt, schreibt, faxt, geht hin im Urlaub uns sagt den Tierquälern vor Ort die Meinung....oder besucht Mallorca überhaupt nicht .   

Tierquälerei im Safari-Zoo in Sa Coma, Mallorca

 Am 04.02. besuchte ich mit Freunden aus Deutschland den Safari Zoo Mentz in Sa Coma. Bunte Werbeblätter locken Urlauber zu einem Besuch. Neben dem Safari Park gibt es einen kleineren Zoo im Anschluss. Was wir dort sehen mussten, ist mir Worten kaum zu beschreiben. Die Tiere werden unter schrecklichen Bedingungen in viel zu kleinen Käfigen gehalten. In keinem der Käfige ist auch nur ein Grashalm zu finden. Besonders aufgefallen sind uns die völlig verstörten Elefanten, die stundenlang apathisch hin und her schaukeln. Die Tiger sind einzeln in Hundezwingern untergebracht, die ihnen kaum Platz lassen sich umzudrehen. Einer der Tiger war an den Hinterbeinen verletzt und blutverschiert. Er konnte nur unter Schmerzen auftreten und sackte mit dem Hinterteil immer wieder zusammen. Dass die Verletzung schon seit längerem besteht, war deutlich an den fehlenden Muskeln zu sehen, die sich über Wochen hinweg abgebaut hatten. Alle Tiger und Löwen hatten nur den nackten Betonboden und keinen Zugang zu Wasser. Am schockierendsten war aber die Tatsache, dass im Streichelgehege (für Kinder !!!) ein sterbendes, zitterndes Hängebauchschwein lag, dem bereits Blut aus dem Maul lief. Auf unsere Nachfragen antwortete uns das Pflegepersonal, dass es schon seit 3 Tagen so liegt und man hoffte noch, es würde schon wieder werden, ohne es allerdings ärztlich zu versorgen oder zu erlösen; von den Verletzungen des Tigers wusste man nichts. Die Haltung der Tiere ist eine Katastrophe und das entgeht auch den Besuchern nicht. Besonders bei Kindern hinterlässt das einen nachhaltigen Eindruck. Wie sollen Eltern ihren Kindern erklären, dass ein sterbendes Hängebauchschwein im Streichelgehege liegt und sich niemand darum kümmert. Gibt es keine öffentlichen Kontrollen für solche Touristenattraktionen ? Gehts es dem Betreiber Siegfried P. Mentz nur um ein geldbringendes Geschäft auf Kosten der Tiere ?

 

Adresse: Safari Zoo Mentz, S.A.
Dirección: Siegfried P. Mentz
Apto. 20 – 07680 Porto Christo

Geschrieben von:

Viviane Röhr
C/O Robinson Club Cala Serena
07660 Cala d´Or, Mallorca

Leserbrief von Veronika Meyer-Zietz von Eurodog an die Mallorcazeitung im April 2005

 

Zu Ihrem Beitrag von K.Lehmkuhl "Tod im Tierheim" ist festzustellen, dass gültiges Gesetz in Deutschland auch herrschte als Nazis Millionen andersrassige oder behinderter Menschen ermordeten. Hier jetzt ist es gesetzlich erlaubt, Millionen Hunde sinnlos aus Profitgier zu züchten um sie dann massenhaft zu umzubringen.

Es ist zu hoffen, dass künftig Gesetze in zivilisierten Kulturen auch das grausame Töten unschuldiger Tiere verbieten.

Solange die unkontrollierte Vermehrung der Tiere auf Mallorca weitergeht, kann Son Reus seine angestrebte Funktion als Tierheim nicht durchführen und dient traurigerweise als Entsorungsstation für Tiere, ein trostloses Gefängnis mit Todesstrafe.

Verantwortlich dafür ist die Gleichgültigkeit der Bevölkerung, die Inselregierung und Stadtverwaltung..

Die versuchten Massnahmen sind wirkungslos weil den Anzeigen wegen Tierquälerei und Aussetzen der Tiere überhaupt nicht nachgegangen wird.

Wenn der Eigentümer mittels Chip festgestellt und verständigt ist,und seinen Hund nicht abholt , ist bewiesen dass das Tier ausgesetzt wurde.

Längst wäre es eine Abschreckung wenn das gesetzlich verbotene Aussetzen der Tiere streng bestraft würde.

Im Gegensatz zu Barcelona macht man sich auf Mallorca nicht die Mühe..

Jeder kann straflos sein Tier auf jegliche Art entsorgen wie Müll , mit oder ohne Chip.

Hunde mit Chip deren Besitzer nicht ausfindig gemacht wird, müssen zum Teil bis zu 8 Monaten in den Todeszellen Son Reus aushalten ohne Zuwendung, ohne Bewegung, auf nassem Beton und bestenfalls einem Holzbrett zum liegen - bis sie getötet sind, falls sie niemand dann adoptiert.

Wirkungsvoll wäre die in andern Ländern bewährte Hundesteuer mit strengen Kontrollen auf Einhaltung der Gesetze durch Polizei und Gemeinden.

Örtliche Perreras müssten Tierschützern unterstellt und unterstützt sein zwecks Vermittlung der wenigen Hunde die es dann noch gäbe.

Die momentane Endlösung ,dass jetzt alle Perreras ihr Fundtiere nach Son Reus verfrachten ,erinnert einmal mehr an die Transporte in die Kz Lager- Lebewesen in Not , Angst , Trauer und Verzweifling sind es alle. Was Menschen Tieren antun ist genauso verabscheuungswürdig.

Aufrütteln der öffentlichen Meinung ist ein wichtiger Beitrag zu Besserung, deshalb danke dass Sie sich diesem Thema annehmen.

Veronika Meyer-Zietz

‘Unser’ Artikel im El Aviso: www.el-aviso.com April 2005:

Tierleben retten!

Euren Artikel über das Tierübel auf Mallorca fand ich spitzenklasse. Wir haben hier auch letztes Jahr einen Verein gegründet: http://firstaidanimales. mallorca.com, um in unserer Gegend Felantix, Cala d´Or, Santanyi soviele Tierleben wie möglich zu retten. Mittlerweile haben wir das Rathaus Felanitx soweit, dass sie kooperieren und sogar die Hunde, die wir aus der Perrera in Felantix holen, subventionieren. Am Anfang mussten wir für jeden Hund, den wir geholt haben, 55 Euro bezahlen für die Tollwutimpfung und einen Chip. (...) Durch unser Notfallhandy werden wir nun dauernd angerufen, um Hunde von Mallorquinern abzuholen, weil sie die Tiere nicht mehr wollen. Ausserdem werden wir immer benachrichtigt, wenn ein Tier überfahren wurde, aber noch lebend am Strassenrand liegt. Unserer Meinung nach ist das Hauptproblem von allem, dass die Tiere nicht kastriert oder sterilisiert werden. Das Ganze Elend muss, glaube ich, europaweit noch mehr publik gemacht werden, um dem Tourismus zu schaden. Es ist ja genau so, wie Ihr erwähnt, dass alles eine Sache des Geldes ist! Wir stehen gerne für mehr Infos zur Verfügung und hoffen, dass irgendwann die Aufklärung ankommt

Silke Kraus First Aid Animales Mallorca

Email: silkechispa@yahoo.de

‘Ein Artikel über ‘Son Reus’ aus dem Internet

 

3.300 Hunde und Katzen wurden im Jahre 2004 alleine in Palma getötet. Amtlich ist diese Zahl nun in der Zeitung El Munde, 24.1.2005, bestätigt worden. Sie betrifft demnach nur das Zentrum SON REUS bei Palma. Rund 2.000 Tiere wurden in den Straßen Palmas im Jahre 2004 streunend aufgegriffen. Nur jedes dritte Tier hatte einen micro-chip. Die geringere Anzahl der abgegebenen Katzen begründet Son Reus damit, dass es viel schwieriger sei, streunende Katzen zu ergreifen.Wie man von behördlicher Seite bekannt gibt, will man mit den Aufklärungskampagnen konsequent fortfahren. SON REUS bleibt also weiter im Gespräch und in der Kritik.

Wenn man bedenkt, dass nur jedes 5. Tier, das diese Station lebend betritt, überhaupt ADOPTIERT wird, wird erst das schreckliche Ausmaß dieser so tragischen Entwicklung bewusst.

20 % mehr Tiere als im Jahre 2003! Eine steigende Tendenz, die offenbar den Bewohnern dieser Insel immer noch nicht bekannt ist.

Hochgerechnet auf die gesamte Insel werden auf Mallorca sicherlich mehr als 20.000 Tiere jährlich entsorgt. Die Dunkelziffer derer, die als Neugeborene in die Mülltonnen geworfen, oder einfach in der Toilette hinuntergespült werden, ist sicherlich gewaltiger, als die von den Behörden genannte Anzahl von 3.300.

Die Tötung der Tiere ist durch nichts zu entschuldigen. Versagt hat zuerst der STAAT, die Regierung, die viel zuwenig Aufklärung betreibt. Danach die Gemeinden und Behörden, die die Bußgeldverfahren nur schleppend durchführen.

Von den in unserem Tierheim abgegebenen Privattieren waren nicht mal 80 % mit einem micro-chip versehen, obwohl das span. Gesetz dies vorschreibt. Fundtiere haben in der Regel ebenfalls keinen micro-chip, nur jeder 10. kann deshalb zu seinem Besitzer zurückfinden.

Behörden schlafen und werden nur einmal jährlich, angesichts der Statistik, wach. Dann erfolgen lapidare Erklärungen, über Bußgeldverschärfungen, eine Art „Tierhalterschule“, die Bestätigung, dass viele Menschen schon die Gesetze begriffen hätten und befolgen würden, etc.etc.etc.

Tiere wählen nicht – sie sind stumm, leben stumm und leiden stumm. Man holt sie nur einmal im Jahr offiziell in die Öffentlichkeit:  zur heiligen Segnung durch die Kirche.

Der Schutzheilige der Tiere hat auf Mallorca offenbar eine Augenbinde auf, ist taub und hat auch demnach keine Möglichkeit, sich verbal zu äußern

FIRST AID ANIMALES MALLORCA,

Jaime I, Nr. 76, 7200 Felanitx, Mallorca, Tel.:(0034) 618725166